Digitaler Notfallordner

Checkliste · Version vom Erstellungsdatum

Digitaler Notfallordner

Zweck

Ein Ordner zum Ausfüllen und Aufbewahren, damit Angehörige oder Vertrauenspersonen im Ernstfall sofort wissen, wo was liegt und wen sie rufen können.

Er ersetzt keine Vollmacht: Er sagt denjenigen, die handeln dürfen, wo alles zu finden ist.

So benutzen Sie ihn

  1. Ordner ausdrucken und in einer klar beschrifteten Mappe aufbewahren.
  2. In Ruhe abschnittweise ausfüllen; nichts eilig.
  3. Eine Vertrauensperson einweisen: Sie muss wissen, wo der Ordner liegt.
  4. Einmal pro Jahr durchgehen und Datumszeilen unten aktualisieren.

Inhalt des PDF (6 Seiten)

Seite 1: Persönliches und wichtige Kontakte

  • Name, Geburtsdatum, Adresse
  • Hausärztin oder Hausarzt: Name, Praxis, Telefon
  • Apotheke: Name und Telefon
  • Notfallkontakte: zwei Personen mit Telefonnummern
  • Vertrauensperson für diesen Ordner: Name und Telefon

Seite 2: Ärztliches zum Mitnehmen

  • Medikamente: Mittel, Dosis, Tageszeit, Verordnung von wem
  • Unverträglichkeiten und Allergien
  • Wichtige Vorerkrankungen (freiwillige Angabe)
  • Implantate, Herzschrittmacher oder Ähnliches (wichtig für Untersuchungen)
  • Impfpass und Bonusheft: Wo liegen sie?

Seite 3: Dokumente: Was liegt wo?

Für jedes Dokument eine Zeile: Art des Dokuments, Aufbewahrungsort, Ablage:

  • Personalausweis / Reisepass
  • Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Scheidungsurteil
  • Rentenbescheid
  • Versicherungspolicen (Hausrat, Haftpflicht, Leben)
  • Grundbuchauszug / Mietvertrag
  • Bankverbindungen: Welche Institute, bei welchen Filialen?
  • Testament, Vollmachten: Wo liegen die Originalschriften?

Seite 4: Digitale Zugänge sicher hinterlegen

Wichtig: Schreiben Sie Passwörter niemals offen in diesen Ordner.

So geht es stattdessen richtig:

  • Versiegelten Umschlag verwenden: Darin liegt der Zettel mit den Zugängen.
  • Aufsiegelung: Datum und Unterschrift. Geöffnet = sichtbar.
  • Alternativ: Hinweis, bei welchem Vertrauensanwalt oder in welchem Safe die Zugänge liegen.
  • Liste der Geräte und Konten, die es gibt (ohne Passwörter): Smartphone, Tablet, E-Mail-Konten, Online-Banking, Cloud-Fotos, Streaming-Abos.
  • Hinweis auf Ihre Backup-Gewohnheit: Wie oft wird gesichert?

Seite 5: Vorsorge-Dokumente Checkliste

Markieren Sie, was vorhanden ist:

  • Patientenverfügung vorhanden? Datum:
  • Vorsorgevollmacht vorhanden? Datum:
  • Betreuungsverfügung vorhanden? Datum:
  • Notarielles Testament vorhanden?
  • Registereinträge geprüft? (Zentrales Vorsorgeregister)
  • Gespräch mit Familie geführt? Wann?

Ohne diese Dokumente: Die Artikel „Der moderne Notfallordner" und „Vollmachten verstehen" erklären jeden Schritt.

Seite 6: Verwahrort-Protokoll und Jahrescheck

  • Der Ordner liegt an folgendem Ort:
  • Folgende Personen kennen den Ort:
  • Jahrescheck: Datum und Unterschrift (12 Zeilen)

Version und Stand

Version 1.0 · Stand: August 2026 · wiemod Redaktion Diese Checkliste ist allgemein gehalten und ersetzt keine Rechtsberatung.