Das erste Smartphone mit 70: Ein freundlicher Leitfaden
wiemod Redaktion · Stand der Recherche bei Erstellung
Das Wichtigste in Kürze
- Ein mittleres Gerät ohne Schnörkel reicht völlig; wichtig sind Display, Lautstärke und einfache Bedienung.
- Am ersten Tag nur drei Dinge einrichten: Updates, PIN, Notfallkontakt.
- Üben Sie eine Aufgabe pro Tag; nach einer Woche gehört das Gerät zum Alltag.
Das erste Smartphone mit 70: Ein freundlicher Leitfaden
Ein Smartphone ist kein Meilenstein, den man verpasst haben muss. Es ist ein Werkzeug wie der Fernseher oder das Auto: Man lernt es, indem man es benutzt. Dieser Leitfaden nimmt sich Zeit.
Vor dem Kauf: Drei Fragen
Was soll es können? Telefonieren, Nachrichten von den Enkeln, Fotos, vielleicht Wetter und Karten. Mehr brauchen die meisten nicht.
Wie gut sehen und hören Sie? Dann wissen wir, ob großes Display und lauter Lautsprecher Priorität haben.
Wer hilft bei Fragen? Ideal ist das Gerät, das auch Ihre Familie nutzt: Dann können Sie einander zeigen, statt Handbücher zu wenden.
Welches Gerät?
Zwei Systeme dominieren: iPhones (Apple) und Android-Geräte (Samsung, Google und viele mehr). Beide taugen. Praktische Kriterien für den Einstieg:
- Display ab 6 Zoll: größer bedeutet besser lesbar.
- Einstellbare Schriftgröße: beide Systeme können das; testen Sie im Laden.
- Guter Lautsprecher: im Geschäft einmal anrufen lassen.
- Notruf-Funktion am Sperrbildschirm: in beiden Systemen eingebaut.
- Preis: Mittlere Modelle um 300 bis 450 Euro reichen völlig; gebraucht oder vorjahresmodelle sparen.
Kaufen Sie dort, wo jemand erklärt: Fachhandel oder Mobilfunkshop mit Beratungsschalter. Online ist günstiger, aber niemand zeigt Ihnen den An-Aus-Knopf.
Ein Tipp für Einsteiger: Schauen Sie sich auch die Seniorenmodelle von Doro an. Der schwedische Hersteller ist auf Telefone für ältere Menschen spezialisiert, deren Geräte bieten große Tasten, klare Menüs und einen gut erreichbaren Notrufknopf, sind aber echte Smartphones mit WhatsApp und Fotos. In Tests schneiden sie regelmäßig gut ab.
Der erste Tag: Nur drei Aufgaben
- Updates einschalten lassen. In den Einstellungen unter „Softwareupdate" die automatische Installation aktivieren. Updates sind Sicherheitsausrüstung, kein Ärgernis.
- PIN setzen. Sechs Ziffern, die Sie nicht vergessen, aber nicht Ihr Geburtsdatum. Aufschreiben und zu Hause deponieren ist erlaubt.
- Einen Notfallkontakt hinterlegen. In den Gesundheitsdaten (iPhone) bzw. Notfallinformationen (Android) eine Person eintragen, die im Ernstfall angerufen wird, auch wenn das Display gesperrt ist.
Alles andere kann warten. Wirklich.
Die erste Woche: Eine Aufgabe pro Tag
Tag 1: Telefonieren üben. Jemanden anrufen und wieder auflegen. Und: einen Anruf annehmen.
Tag 2: Eine SMS bzw. Nachricht schreiben und senden. Kurze Antwort erhalten, Freude genießen.
Tag 3: Fünf wichtige Menschen als Favoriten speichern. Danach erreichen Sie sie mit zwei Tipsern.
Tag 4: Ein Foto machen. Es muss nicht gut sein; es muss nur entstehen.
Tag 5: Das Foto verschicken. Wer jetzt lächelt am anderen Ende: genau dafür ist das Ding da.
Tag 6: Die Lautstärke aller Töne so einstellen, dass Sie alles hören. Vibrationsalarm dazu einschalten.
Tag 7: Den Akku kennenlernen: Wo sehe ich den Ladestand? Welche App verbraucht viel? Laden Sie über Nacht, das schadet modernen Akkus nicht.
Was ich Ihnen ersparen will
Kein zweites Handy parallel: Ein Gerät reicht, sonst lernt keins richtig. Keine App-Flut am Anfang: Erst telefonieren und schreiben beherrschen, dann kommt der Rest von allein. Und keine Selbstvorwürfe: Jede Person an diesem Gerät hat irgendwann gefragt, wo der An-Aus-Schalter ist. (Bei iPhones seit Jahren keiner mehr.)
Häufige Fragen
Vertragsbindung oder Prepaid?
Beides geht. Prepaid gibt volle Kostenkontrolle ohne Überraschungen; Laufzeitverträge sind oft günstiger pro Monat. Für den Anfang: Prepaid mit Datenvolumen ab ca. 10 Euro monatlich.
Was, wenn ich es ins Wasser fallen lasse?
Passiert allen. Sofort ausschalten, trocken tupfen, 48 Stunden in Reis legen, dann versuchen einzuschalten. Wasserdichte Gehäuse sind beim nächsten Kauf ein Argument.
Quellen und Stand
- Stiftung Warentest: Smartphone-Tests und Ratgeber für Einsteiger, test.de
- Verbraucherzentrale: Ratgeber Smartphone sicher nutzen, verbraucherzentrale.de
- Marktbeobachtung Redaktion: Gerätepreise August 2026
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